Ein großes und etabliertes Festival direkt vor der Haustür – was lag da näher, als den kulturellen Höhepunkt der Region auch als Schule zu nutzen? Und so machten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 am 2.Juni morgens auf den Weg zum Bahnhof Hilchenbach, um den Zug um 8.29 Uhr nach Vormwald zu nehmen. Schon die kurze Zugfahrt war für den einen oder anderen Schüler ein nettes Erlebnis, ebenso wie der anschließende   25-minütige Fußmarsch durch den Wald zur Ginsburger Heide. Als um 9.45 Uhr das Stück begann, saßen alle der 73 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit den begleitenden Lehrerinnen und Lehrern Frau Maiworm, Stein, Schrei und Herrn Besgenauf ihren Plätzen.  

Das Stück, das für acht- bis zwölf-Jährige gedacht war,besuchten rund 500 Kinder aus Grundschulen und weiterführenden Schulen aus der Region

Die Kurzhosengang wurde von Großpuppen dargestellt, welche durch die Schauspieler Kian Pourian und Suse Wessel bewegt und gesprochen wurden. Die Gang: Rudolpho, Island, Snickers und Zement erlebt verschiedene Abenteuer. Die beiden Akteure hatten alle Hände voll zu tun, den vier Puppen Leben einzuhauchen  und agieren zu lassen und auch noch zu Musikinstrumenten zu greifen. Besonders diese Musikeinlagen kamen beim jungen Publikum sehr gut an. Das Stück selbst wurde unterschiedlich aufgenommen. Während es den einen sehr gut gefiel, hielt sich die Begeisterung bei anderen in Grenzen. Ein Grund hierfür schien die Tatsache zu sein, dass nur zwei Schauspieler die vielen Akteure bewegen und sprechen mussten – und dabei auch voll sichtbar waren. Dieses moderne Konzept schien doch einige der Zuschauer irritiert zu haben. 

Unterm Strich war es dennoch ein gelungener Besuch des Festivals auf der Ginsburger Heide, an das sich alle sicher gerne zurück erinnern werden. Dazu war die Veranstaltung auch erschwinglich. Die Zugfahrt wurde durch das Schülerticket abgedeckt und der Eintritt lag bei lediglich 6 Euro. Hiervon übernahm der Förderverein CKR mit drei Euro die Hälfte dieser Kosten (an dieser Stelle herzlichen Dank hierfür). 

Ein Besuch bei Kultur Pur ist empfehlenswert, weil neben dem eigentlichen Stück das ganze „Drumherum“ für die Schülerinnen und Schüler sehr interessant ist und eine oft neue Erfahrung darstellt.

 

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