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Seit nunmehr sechs Jahren beteiligt sich die Carl-Kraemer-Realschule in Hilchenbach an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Neben unserem langjährigen Partner, dem Kinder- & Jugendbüro Hilchenbach, fanden in diesem Jahr erstmalig Projekte in Kooperation mit dem Gymnasium Stift Keppel statt.

Den Auftakt zur Internationalen Wochen gegen Rassismus machte am 12. März im Jugendzentrum die Veranstaltung „Rechte Lebensläufe und Ausstiege“,
unterstützt durch das Aussteigerprogramm NinA NRW.

Am 14. März fand im Gymnasium Stift Keppel das Theaterstück „Hallo Nazi“ statt, aufgeführt vom „Jungen Theater Siegen“. 80 Schüler und Schülerinnen der Realschule erlebten ein intensives Stück mit einer deutlichen Botschaft. Die Darsteller ermahnten die Schüler und Schülerinnen stets das Gespräch zu suchen, Kontakte zu knüpfen, eigene Erfahrungen zu machen und nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Nur so ließen sich Vorurteile vermeiden.

Am 18. März hielt Stefan Klenzmann, gewerkschaftlich engagierter Betriebsrat bei der SMS, einen Workshop über das Thema „Symbole und Codes der rechten Szene“ im Jugendzentrum Hilchenbach. Dabei erklärte er die kulturellen und historischen Ursprünge und Hintergründe der von der rechten Szene verwendeten Symbole.

Am 19. März ging es um das Thema Cyberkriminalität. Die Veranstaltung wurde moderiert von Volker vom Hagen, Kriminalhauptkommissar Polizei Siegen-Wittgenstein.

Höhepunkt der Internationalen Wochen gegen Rassismus war die Aufführung des Theaters „TheaterTill“ zum Thema Gewalterfahrung am 20. März in der Aula der Carl-Kraemer-Realschule. Den Schülern war nicht bekannt, dass die Personen mit Gewalterfahrungen Schauspieler waren, die reale Erfahrungen Dritter wiedergaben. Vom Neonazi über die Mobberin, die eine Mitschülerin in den Tod trieb, bis hin zu Ümit, der lieber zuschlagen will als zu warten, bis er geschlagen wird, war alles dabei. Nach der Vorstellungsrunde gingen die Gäste in die Kleingruppen und sprachen mit den Schülern und Schülerinnen. Erfreulicherweise versuchten viele Schüler und Schülerinnen, der vermeintlichen Mobberin und dem vermeintlichen Neonazi Paroli zu bieten. Nachdem sich die Darsteller als solche geoutet hatten, diskutierten sie mit den Schülern und Schülerinnen über die Verhaltensweisen und Reaktionen.

Am 22. März trafen sich die Schüler und Schülerinnen der Carl-Kraemer-Realschule zu einem Flashmob auf dem Marktplatz in Hilchenbach. Die Schüler und Schülerinnen hatten dazu im Sportunterricht mit ihrem Sportlehrer Daniel Weller einen Tanz einstudiert. Musikalisch wurden sie dazu von Christof Mann, Musiklehrer, und den Schülern und Schülerinnen des Jahrgangs 10 begleitet. Die Schüler und Schülerinnen tanzten und hielten Plakate mit Schlagwörtern wie „Fairness“, „Miteinander“ und „Respekt“ hoch. Diese Aktion erhielt große Aufmerksamkeit durch die Hilchenbacher Bevölkerung.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete am 25. März ein Workshop zum Thema „Rechtsextremismus in Siegerland und Umland 1990 bis heute“ mit Stefan Klenzmann.

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• 12. März: Rechtsextreme Lebensläufe und Ausstieg.17:00 Uhr im Jugendzentrum.
• 14. März: Junges Theater Siegen, Aufführung im Gymnasium Stift Keppel mit dem 
                 Stück „Hallo Nazi“
• 18. März: DGB: Codes und Symbole17:00 Uhr im Jugendzentrum.
• 20. März: Theaterstück an der Carl-Kraemer-Realschule zum Thema Gewalterfahrungen
• 25. März: Rechte Szene im Siegerland und Umgebung. 17:00 Uhr im Jugendzentrum.
• 18.-20. März: Herr von Hagen, Polizei Siegen, zum Thema Cybermobbing, Vortrag für die Jhg. 7

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