Am 13. März 2013 lud die AG „Q-Rage-Füchse“ zwei Asylbewerber aus unserer Stadt ein. Die beiden Asylbewerber T. und A. hatten für uns zugleich interessantes und schockierendes zu berichten.

T. kommt ursprünglich aus Pakistan und musste aufgrund seiner Religion, Ahmedina, seine Heimat verlassen, da diese Minderheit dort verfolgt und ermordet wird. Eine justizielle Verfolgung droht den Mördern nicht, die Ahmedinas sind quasi vogelfrei. Seine Religion musste er im Verborgenen ausüben, hat jemand erfahren, welcher Religion er angehört, wurde er in der Schule, in der Uni oder von Bekannten ausgegrenzt. Die Reise nach Deutschland kostete seine Eltern umgerechnet 14.000 Euro. Glücklicherweise hat er reiche Eltern. Allerdings nicht reich genug, denn nun müssen sie sparen, um ebenfalls das Land verlassen zu können. In seiner Heimat habe er alles gehabt, Geld, ein Handy, ein Fahrrad, aber keine Freiheit oder Sicherheit. Hier habe er diese materiellen Dinge nicht, aber seine Sicherheit und Freiheit waren ihm das wert.

A. dagegen musste Guinea aus politischen Gründen verlassen. Was bei uns selbstverständlich ist, wurde ihm zum Verhängnis. Er demonstrierte gegen die Machtansammlung weniger und forderte eine Verteilung der Macht im Land. Daraufhin wurde er verhaftet und gefoltert. Durch Hilfe seiner Mutter und ihren politischen Freunden gelang ihm die Flucht. Die Folter hat Spuren hinterlassen, sein linkes Bein kann er nicht ganz beugen. Er sah mit an, wie ein Taxifahrer erschossen wurde. Warum? Er weigerte sich die Soldaten zu bezahlen. Sie verlangten, obwohl er eine Beförderungslizenz hatte, eine „Gebühr“.

Beide leben im Ungewissen, denn nach dem sie die Behörden von ihrer Verfolgung überzeugt hatten, müssen sie auf die Entscheidung warten. Hier bleiben, in Sicherheit und Freiheit oder zurück?

Nach der Befragung vereinbarten die SuS mit den beiden Gästen ein Treffen im Jugendzentrum. So könnten die beiden ihre erworbenen Sprachkenntnisse in der Praxis testen und die SuS ihre Englischkenntnisse verbessern.

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