Schule ohne Rassismus

Internationale Woche gegen Rassismus

Bereits zum fünften Mal nahm die Carl-Kraemer Realschule in Kooperation mit der Stadt, der Schulsozialarbeit und dem Jugendforum an der internationalen Wochen gegen Rassismus teil. Der Schwerpunkt lag dieses Mal beim Thema Respekt. Wieder Mal konnte ein abwechslungsreiches und informatives Programm angeboten werden.

Den Anfang machte am 14.03. ein Referent der DGB Jugendinitiative Siegen Nazifrei im Jugendzentrum The Next Generation. Den ca. 100 Schüler und Schülerinnen wurden dargelegt, wie aktiv die rechte Szene im Siegerland und Umland von 1990 bis heute ist.

Zwei Tage später fand in der Aula der CKR eine Diskussion zum Thema „Pro Asyl – Contra Asyl“ statt. Dazu wurden sowohl Flüchtlinge, freiwillige Flüchtlingshelfer als auch Vertreter der Stadt Hilchenbach eingeladen. Die Gäste stellten sich den Fragen der etwa 200 Schüler und Schülerinnen aus den Jahrgängen 8 bis 10. Dazu wurden neun Stuhlkreise aufgebaut, die von den Moderatoren (Gästen) geleitet wurden. Nach 10 Minuten wechselten die Moderatoren, sodass den Schüler und Schülerinnen mehrere Perspektiven angeboten wurden. Die Schüler und Schülerinnen hatten auch die Möglichkeiten, kritische Fragen zu stellen und die Gäste mit Vorurteilen zu konfrontieren.

Am 21.03. fand die Veranstaltung „Sprachkurs mal umgekehrt – Arabisch für Anfänger“ statt. Dies soll den Schülern und interessierten Gästen die Möglichkeit geben, sich in die Situation von Flüchtlingen hineinzuversetzen.

Begleitend lief das Fotoprojekt RespectFirst. Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5b, 7c, die Streitschlichter und der Kurs „Brücken bauen“ unter der Leitung der Schulsozialarbeiterin Christine Eisenberg, malten und zeichneten auf kreative Weise Begriffe zum Thema: Respekt. Höflichkeit, Anerkennung, Achtung....

Anschließend begaben sich Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge sieben und acht in die Stadt und fragten Passanten, was sie unter dem Begriff Respekt verstehen. Dazu wurden die Passanten mit den selbstgemalten Bildern fotografiert. Aus diesen Fotos sollen mehrere Collagen entstehen, die in Hilchenbach ausgestellt werden.

 

 

20170314 172313

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jugendzentrum "The Next Generation" berichtet der Referent vom DGB Siegen Nazifrei über die Aktivitäten der rechten Szene in Siegen von 1990 bis heute.

DSC00616

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem der neun Stuhlkreise erzählt Herr Wissenbach von seinen Erfahrungen als freiwilliger Flüchtlingshelfer.

DSC00609

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung begann mit einer Vorstellungsrunde auf der Bühne und endete mit einem Feedback seitens der Gäste. Einvernehmlich lobten sie das Interesse der Schüler.

Neues Dokument 2017 03 26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht aus dem Siegerlandkurier, 18. März 2017

 

 

Für das Fotoprojekt konnte neben den zahlreichen Passanten auch der örtliche Polizist Frank Bauer gewonnen werden.

Frank Bauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Respekt beeutet für ihn, den Menschen so zu akzeptieren, wie er ist.

 

Feuerwehr1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für unsere Feuerwehr bedeutet Respekt: "Uns ist es egal, wem wir helfen. Wir behandeln alle gleich, egal welcher Herkunft"

 

Schnurr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Pastor Schnurr bdeutet Respekt: "Ihn (den Menschen) nicht zu verurteilen, nach dem was er jetzt tut und denkt.
Erst mal auch das Beste in ihm sehen und ihm auch die Würde lassen, die er als Mensch mitbringt."

 

 

Auch unser Bürgermeister Holger Menzel konnte sich für unser Projekt begeistern.

Brgermeister Respekt

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Mittwochnachmittag, den 02.11.2016, bekam der Kurs Schule ohne Rassismus Besuch von Frau Wied von der Diakonischen Wohnungslosenhilfe. Frau Wied hat viele offene Fragen zum Thema Wohnungslose beantwortet. Als erstes klärte sie uns darüber auf, dass der korrekte Begriff Wohnungslose lautet und nicht Obdachlose.

Wussten Sie, dass jeder ein Recht auf Hartz IV hat oder dass die Diakonie die Meldeadresse vieler Wohnungsloser ist? Es gibt einige Regeln, an denen sich die Wohnungslose halten müssen, zum Beispiel: Sie müssen zweimal in der Woche bis zwölf Uhr vorstellig werden und sich in der Diakonie an bestimmten Regeln halten. Wer sich nicht meldet, bekommt keine finanzielle Unterstützung mehr.

Leider gibt es noch viele Wohnungslose, da Sie vom Staat kein Hartz IV beantragen wollen, weil sie Stolz und Würde haben. Ein weiterer Grund ist, dass die Diakonie nicht bekannt genug ist.

Aber wie wird man Wohnungslos? Viele durch Drogenabhängigkeit, Krankheit oder weil sie zu Stolz für die staatliche Unterstützung sind.

Ein großes Thema war der Umgang der Menschen mit Wohnungslosen, vor allem, wenn sie in Not sind. Viele reagieren angeekelt oder ängstlich, aber was viele vergessen: Wir alle sind verpflichtet, anderen Menschen in Not zu helfen und: Jeder von uns könnte Wohnungslos werden.

Melissa V. & Medine B.

Internationale Wochen gegen Rassismus in Hilchenbach

Im vierten Jahr in Folge fanden in Hilchenbach verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Die Schulsozialarbeit, die Carl-Kraemer-Realschule Hilchenbach und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach richteten in den beiden Aktionswochen im März verschiedene Angebote aus.

Den Auftakt unter dem Titel „Tatort Facebook – Fluch und Segen des Internets“ machte
Kriminalhauptkommissar Volker vom Hagen aus Siegen. Dabei informierte er die Kinder und Jugendlichen über sicheres und legales Verhalten im Internet. Internet stellt keinen rechtsfreien Raum dar und auch dort erfolgte Strafbestände werden polizeilich verfolgt. Weiterhin gab es wichtige Tipps, wie man die Vorteile des Internets für sich nutzt und keine Fehler in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz macht.

Am darauffolgenden Tag kamen die Schülerinnen und Schüler der Carl-Kraemer-Realschule unter dem Motto „Action Painting – Malaktion für eine tolerante Schule“ zusammen. Alle Flüchtlinge der Schule arbeiteten mit einem Partner aus ihrer Klasse an einem Teil eines Gesamtkunstwerks, auf dem später das Wort „Zusammen“ in mehreren Sprachen sichtbar wurde. Die insgesamt 24 Tandems verewigten sich mit ihren Namen, Handumrissen und Flaggen der Herkunftsländer. Mit Symbolen für Zusammenhalt und Frieden setzten sie lebendige Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Die Hände wurden bunt, die Gespräche lebhaft und der Zusammenhalt wuchs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die abschließende Veranstaltung bildete der Sprachkurs „Arabisch für Anfänger“. Unter dem Motto „Sprachkurs mal umgekehrt“, gab es die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler der Carl-Kraemer-Realschule einen kleinen Einblick in die arabische Sprache zu bekommen. Als Experten fungierten dabei Flüchtlinge aus Hilchenbach. Diese nutzten in den Schulstunden ihre erst kurze Zeit zurückliegenden Erfahrungen aus den Deutschkursen und reflektierten, wo ihre Schwierigkeiten lagen und stimmten darauf ihren Unterricht ab. Die sehr interessierten Schülerinnen und Schüler übten Begrüßungsformeln, Vorstellung, Zahlen und das Alphabet und merkten sehr schnell, wie schwer es ist, eine fremde Sprache und Schrift zu lernen. Dabei hatten sie allerdings den Vorteil gegenüber den Asylsuchenden, dass ihre Lehrer sich nicht nur in der „neuen“ Sprache verständigten, sondern in frisch erlerntem Deutsch Tipps geben konnten.

Die Angebote konnten hoffentlich einen kleinen Beitrag zum friedlichen Miteinander und für das Verständnis und die Verständigung unter „Neu- und Alt“-Hilchenbachern sorgen. Sie haben auf jeden Fall sehr viel Spaß bereitet und eine Menge Wissen vermittelt.

Am 26.03.2015 war es soweit: Der Kurs „Schule ohne Rassismus“ der Carl-Kraemer-Realschule Hilchenbach begab sich mit ihrem Kurslehrer Herr Nafati, der weiblichen Begleitlehrerin Frau Quiter und dem stellvertretenden Bürgermeister Klaus Stötzel auf Kursfahrt nach Weimar und zum KZ Buchenwald. Mit einem Kleinbus fuhren sie morgens um 8 Uhr los und kamen mittags um 13 Uhr in Weimar an. Zunächst wurde das Wohnhaus Goethes besichtigt, welches sehr eindrucksvoll ausgestattet ist. Mit einer Vielzahl an Räumen, seiner Bibliothek, den Gemälden und alten Schriftstücken Goethes war der Flair der damaligen Zeit nachzuspüren. Nach der Besichtigung war Zeit für eine Stadtbesichtigung in Kleingruppen und für das Beziehen der Unterkunft. Den Abend hatten die SuS zur freien Verfügung. (und hatten ihren Spaß daran zuzusehen, wie Herr Nafati eine Wette gegen Frau Quiter verlor, die genüsslich ihre Sieger-Pizza verspeiste).

 

Am nächsten Tag machte sich die Gruppe bereits um 10Uhr auf den Weg ins KZ Buchenwald. Nach einem Einführungsfilm über die Geschichte Buchenwalds durften die SuS das Gelände des KZ besichtigen. Erschütternd war es das Krematorium zu sehen, die Erschießungsanlage und den Strafpfahl. Welche Grausamkeit an diesem Ort geschehen sein muss, ist nur schwer nachvollziehba allein die Erschütterung über diese Tatsache der Geschehnisse war allen Fahrtteilnehmern anzumerken. Zu dieser nachdenklichen, bedrückten Stimmung passte leider auch das Wetter, das bewölkt und sehr kalt und vor allem windig war. Mit einem Eintrag ins Kondolenzbuchs im Gedenken an die Grausamkeit, die die Opfer erlebt haben mussten, verabschiedeten sich die SuS von diesem Ort.

 

Die Idee für diese Kursfahrt entsprang aus den Vorbereitungen für einen Beitrag zur Gedenkstunde der Befreiung des KZ Ausschwitz. Der Kurs „Schule ohne Rassismus“ der Carl-Kraemer-Realschule in Hilchenbach traf sich während der Vorbereitungen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Hilchenbachs Klaus Stötzel, der den SuS den genaueren Ablauf dieser Gedenkstunde schilderte. Ebenso erzählte er vom KZ Buchenwald und weckte somit das Interesse der SuS für einen der tragischsten Orte der Geschichte.

 

Die SuS übernahmen daraufhin eigenständig die Recherche für die Ermöglichung einer solchen Kursfahrt. Es wurde nach Unterkünften und Transportmöglichkeiten gesucht. Auch stand die Frage nach einer weiblichen Begleitperson im Raum, die bereit wäre die Kursfahrt zu begleiten. Frau Quiter wurde gefragt und sie sagte auf Anhieb zu. Passend war es auch deshalb, weil einige SuS der 9ten Klasse bei ihr im Deutschunterricht „Goethe“ zu der Zeit besprachen. So entstand die weitere Idee in Weimar ebenfalls das Wohnhaus Goethes zu besichtigen. (Was außerdem ein Lockruf für Frau Quiter sein sollte, um die Fahrt zu begleiten… )

 

Um die Fahrt überhaupt finanzieren zu können, wurden viele Spenden von den SuS gesammelt. Mit großem Dank ist der Kurs deshalb mit der SPD, der evangelischen Kirchengemeinde Hilchenbach, der Volksbank und dem Versicherungsbüro Menn Hilchenbach, der Firma Lumer & Rudel und mit der Firma Leich Metalltechnik verbunden. Insgesamt kamen so 1600€ zusammen. 

 

 

 

Anfang Juni bekam unsere Schulleiterin Renate Setzer einen Brief von der Stadt Hilchenbach. Man beabsichtige einen Gedenkstein für die jüdischen Opfer der NS-Diktatur einzuweihen. Verbunden wurde diese Information mit der Frage, ob wir nicht Interesse hätten daran mitzuwirken. Nachdem Frau Setzer mich und Herrn Kreuz (unterrichtet Geschichte in einer 9er Klasse) darüber in Kenntnis setzte, fingen wir an regelmäßig mit Ideen zu hantieren und uns auszutauschen, wie wir uns einbringen können. Da auch das hiesige Gymnasium sich einbringen wollte, lag es nah, dass wir zusammenarbeiten.

Zugegeben, die Klasse 9a von Herrn Kreuz hatte den größeren Aufwand. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, baute Herr Kreuz ein Davidstern. Dieser bestand aus zwei Dreiecke, die im Laufe der Veranstaltung und Vorträge zu einem Davidstern zusammengesetzt wurden. Das eine Dreieck steht für die Achtung. Achtung im doppelten Sinne, Achtung, dass solche schrecklichen Dinge nie wieder passieren und Achtung vor der Würde des Menschen. Das zweite Dreieck stand für Verantwortung und Toleranz.

Eröffnet wurde die Einweihung vom Bürgermeister Herr Peter Hasenstab. Weitere geladenen Gäste und Redner waren Herr Sander, ein Mitglied der christlich-jüdischen Gesellschaft in Siegen, Pastor Schnurr und der stellvertretende Bürgermeister, der eine Rede des israelischen Botschafters hielt.

Nach dem die Schüler und Schülerinnen der 9er Stufe ihre Vorträge beendet hatten, kam der Einsatz unserer AG-Mitglieder. Dies waren Melina F., Lea S. und Lisa W. Sie erstellen Plakate, auf denen jüdische Sprichwörter und Zitate zu sehen waren. Die Plakate wurden mit dünnen Stöcken aus dem Baumarkt fixiert, damit sie wie Transparente in die Luft gehalten werden können.

Folgendes war auf den Plakaten zu lesen:

  • Wir sind nicht nur für das verantwortlich was wir machen, sondern auch für das, was wir nicht machen.
  • Wer auch nur einen Menschen das Leben rettet, wird belohnt, als hätte er die ganze Welt gerettet.
  • Wirklich tot sind nur jene, an die sich niemand erinnern.
  • Respektiere dich selber, respektiere andere und übernimm Verantwortung für das was tu tust.

Die Stadt Hilchenbach bzw. die Initiatoren waren besonders darüber erfreut, dass so viele Schüler an dieser Aktion teilgenommen haben.

Joomla templates by Joomlashine

© Carl-Kraemer-Realschule Hilchenbach, 2014